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das digitale selbst |
das digitale selbst: beschreibung des selbst mit 0 und 1. zum thema „das digitale selbst“ habe ich zwei kurzgeschichten geschrieben. sie befassen sich mit aspekten, die in einem assoziativen oder direkten zusammenhang zum thema stehen. in der ersten geschichte „gabel und nachtigal“ geht es um die frage nach dem virtuellen doppel, der möglichkeit ein individuum in seiner komplexität logisch zu beschreiben und künstlich zu reproduzieren. was würde dies für das menschliche selbstbild bedeuten? was ist der wert des menschen, der maschine? setzt man zwei dinge gleich, stellt sich die frage, welches der beiden dinge den wert bestimmt. bestimmt die maschine den wert des menschen oder der mensch den wert der maschine? wird das unerklärliche erklärbar oder das vermeintlich erklärbare unerklärlich? in der zweiten geschichte „von der gefahr, erfunden zu werden“ geht es um die selbstrepräsentation, um die frage der interaktionsmöglichkeit des gegenübers, um das spiel zwischen subjekt und objekt und um den realitätsanspruch des virtuellen seins. muss ich mich von andern erschaffen, miterschaffen lassen? inwiefern ist das digitale, virtuelle selbst vom realen selbst abhängig? wann entzieht sich das virtuelle selbst der kontrolle durch das reale selbst, wann entwickelt es eine eigendynamik? wie gehe ich als anbieter mit der sinnveränderung der von mir angebotenen informationsfragmente durch interaktion des benutzers um? bedeutet der virtuelle raum eine auflösung des klar definierten, abgrenzbaren individuums? |